Wie das 'dos' zu ’sly’ kam

Mit 16/17 Jahren interessierte sich slydos bereits für die Innereien von Computern, konnte sich ein wenig in EBCDI ausdrücken und hatte (neben vielen anderen Sachen) die Schaltungen eines einfachen Halbaddierers im Kopf.

Nach verschiedenen Schulen und mehr oder minder ergiebigen Studienversuchen in Deutsch und Mathe entschloß sie sich, eine IK-Lehre nicht nur zu beginnen, sondern auch durchzuhalten. Dabei lernte sie im kreativen Traditionsunternehmen ELBA, wie man mittels Großrechner und Personal Computern kaufmännisches Arbeiten ausgezeichnet optimieren konnte und lauschte mit großen Augen dem Chefprogrammierer, wenn er Geschichten vom Zuse-System erzählte, das er noch selbst bei der Bayer AG kennengelernt hatte.

Nach einigen Umwegen über andere Firmen und einer erneuten Studienaufnahme in WiWi, blieb slydos im Bildungswesen eines Großkonzerns hängen und beschäftigte sich mit Statistik bis man ihr im selben Jahr einen der ersten IBM-XT mit den Worten "Machen Sie sich damit vertraut!" vor die neugierige Nase stellte. Ihre Cobol- und BASIC-Sprachkenntnisse wiesen ihr den Weg und sie begann mit der Black-Box zu kommunizieren. Sie sagte nicht 'VER bist Du?' sondern nur kurz 'VER' und PROMPT antwortete der Rechner ... DOS 2.0

Neben DOS und den mitbewohnenden Anwendungsprogrammen konnte sie eine ganz besondere Beziehung zu einer Programmiersprache der '3. Art' herstellen - dBase. Mit der Entwicklungsumgebung dBase und seinen Nachfolgern setzte sie ihre eigenen Aufgaben und die der Kollegen innerhalb einiger Jahre in ein äußerst komplexes Programmsystem um, mit dem schließlich konzernweit Seminare geplant, verwaltet und durchgeführt wurden.

Neben Statistik und Programmierung begann slydos dann auch noch, ihr Wissen über PCs und Programme in Lehrgängen weiterzugeben und versuchte, über die Technik hinaus ihre Einstellung zu vermitteln, daß es nämlich keine doofen Benutzer gibt, sondern nur doofe Programme.

Nach diversen Umstrukturierungen, Schrumpfungen, In- und Outsourcings, Fusionen und was es sonst noch gibt, arbeitet sie heute in der Grafikabteilung des PR-Bereichs einer Konzerntochter.