Was für eine Mogelpackung: Da verspricht das Artwork gruselige Rendermonster
und Damen mit XXL-Anatomie, doch un Spiel selbst Ist wenig bis gar nichts davon zu
entdecken sondern bloß dürre Adventure-Kost.
Nach der auf Mittelalter getrimmten
Einführung findet sich der Spieler in einer schrittweise umschaltenden Dämonenfestung
wieder, die eigentlich bloß einen Schönheitsfehler hat: Sie ist so tot wie Grasbrunn
nach 22 Uhr.
Das Grauen im Fenster
Erste Heldenpflicht ist hier
die Befreiung einer in einem Gemälde gefangenen Schwertmeisterin, es müssen Gegenstände
gefunden und Buchtexte übersetzt werden. Dabei greift einem gelegentlich eine nette alte
Dame mit Kristallkugel unter die Arme, hinsichtlich einer gruseligen Atmosphäre läßt
das Programm den User aber allein mit so schaurigen Gegnern wie fliegendem
Geschirr! Für Schrecken sorgt indessen das Gameplay, denn die wenigen Gesprächspartner
stellen wieder und wieder dieselben (englischen) Fragen, und ein ums andere Mal ist
derselbe Weg zurückzulegen, weil Steuerung und Inventory-Handling unglücklich gelöst
sind.
Die Stimmung des Spielers ist also verständlicherweise bald ebenso
düster wie die gerenderten Grafiken und die Begleitmusik. Kurzum, Zeddas ist in der Tat
ein Mysterium: Wer soll sich für eine de plan- und witzlose Schnitzeljagd begeistern?
(mz)
Zeddas (Caravan Interactive)
Nichtssagender Mix aus 3D-Rolli und Renderadventure für
"Windows"